Sonntag, 4. September 2016

Nächtliche Gedanken Teil 3

23:10
Ja ich habe momentan viel nachzudenken.
Ich würde es selbst gerne lassen, aber es drängt sich immer wieder in meinen Kopf.
Heute sitze ich wieder im Bett, aber heute ist es still.
Ich bin Stille in der Nacht nicht mehr gewohnt.
Da waren immer lautere Geräusche als meine Uhr.
Da waren Freya und Ophelia.
Da waren Atemgeräusche.
Ich finde es interessant zu merken, wie sehr sich der Schlaf an gegebene Situationen anpasst.
Du schläfst gut wenn alles um dich herum gewohnt ist. Du schläfst gut wenn du dich wohlfühlst.
Ich schlafe momentan auch gut weil ich zuhause in meinem Bett bin, aber das Einschlafen ist schwer. Da fehlt einfach etwas neben mir.

In dieser Stille kommen einem Sachen in den Sinn.
Ich denke an unzählige Situationen.
Mit meinen Freunden, mit meiner Familie, mit dieser einen bestimmten Person.
Ich bin glücklich wenn ich daran denke. Und das ist wohl das wichtigste. Das glücklich sein durch die Erinnerung.
Nur was tut man, wenn man wieder in der Realität ist?
Wenn man merkt, dass die Momente mit einer bestimmten Person nicht weiter gehen? Dass vorerst keine glücklichen Erinnerungen mehr gemacht werden?
Was tut man, wenn all die Pläne, all die Ideen nicht mehr zählen?

Nun zu meinem bereits bekannten Haufen Wörter.
Was tut man, um diesen Haufen Wörter zu relativieren?
Was tut man, wenn man nichts mehr tun kann?
Wenn für das "du" schon alles gesagt und geregelt ist?
Wenn das "ich" einen Fehler gemacht hat. Einen großen Fehler. Mit einem Haufen Wörter.
Was tut man wenn das "ich" machtlos ist, aber da doch so viel mehr ist.

Was tut man wenn man immer wieder verzeiht und weitermacht und einmal stark sein möchte und es dann kein Zurück mehr gibt.
Obwohl das das Einzige ist, was man braucht.
Das Einzige, was der Haufen Wörter bewirken sollte, war das Zurück. Ein Neuanfang. Auf die altbekannte Weise.
Was tut man, wenn man sich selbst so verletzt hat und einsehen muss wie falsch man gehandelt hat, aus Angst alles zu verlieren und man es letztendlich auch so verloren hat.
Was tut man, wenn die einzige Person, die wirklich helfen könnte es nicht tut und man irgendwie weiß, das ist die logische Folge daraus.
Was tut man, wenn man das was man braucht nicht kriegt?
Was tut man, wenn man nicht mehr weiß was richtig und was falsch ist und nur weiß ich will die Zeit zurück drehen, manche Dinge ändern und die Momente von vorne erleben.

Ich hab keine Ahnung was man tun kann.
Ich sitze jedenfalls hier und schreibe auf.
Und verdränge die Stille mit Musik
Träume von Unmöglichem und wache wieder in der Realität auf.
Darauf hoffend, dass es besser wird.
Dass ein Haufen Wörter viellecht vieles, aber doch nicht alles zerstört hat.
Einfach um zu wissen, man kann verzeihen.

"Doch es gibt kein zurück,
in seinem Herzen fehlt jetzt 'n Stück,
grad wo er weiss,
dass es keine Hoffnung mehr gibt."
                                                                                                      - MCFAG 'Menschen sind wie Lieder'

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